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Diplomübergabe zum Abschluss des ersten Lehrjahres der DWS-Ausbildungsinitiative

2. Juli 2011

Deutsche Praxis und rumänische Didaktik
Diplomübergabe zum Abschluss des ersten Lehrjahres der DWS-Ausbildungsinitiative

Mit der Diplomübergabe endete am Donnerstag das erste Lehrjahr der Ausbildungsinitiative des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen (DWS).
Sechs Firmen aus Hermannstadt/Sibiu und Mediasch/Medias ließen 15 ihrer Mitarbeiter zu Metallfacharbeitern ausbilden. Durchgeführt wurde der Kurs zusammen mit der Hermannstädter Berufsschule „Independenta".

DWS-Geschäftsführer Jörg Prohaszka und Direktorin Mirela Hanea überreichten den ersten Absolventen dieses rumänienweit einzigartigen Projekts ihre Diplome. „Wir haben das erste Mal 15 Leute dual ausgebildet, das heißt praktisch und fachtheoretisch in verschiedenen Fächern", sagte Prohaszka. In ihrer achtmonatigen Ausbildung standen laut Prohaszka praxisrelevante Fächer wie Fachrechnen, Fachzeichnen, Maschinenkunde, Materialkunde und grundlegende Arbeitstechniken auf dem Stundenplan. Dazu gab es praktischen Unterricht in der schuleigenen Werkstatt.

Den Lehrplan erarbeiteten die Firmen und die Schule gemeinsam. „Deutsche Praxis und rumänische Didaktik" - so brachte Prohaszka das Konzept auf den Punkt. Als Grundlage diente der staatliche Lehrplan, aus dem die für die Firmen relevanten Inhalte entnommen wurden. „Es war uns wichtig, das wir nicht deutsche Lehrer hierher holen." Die Ausbildung fand auf rumänisch statt und wurde von den sechs beteiligten Firmen – Brandl, Dressel, Brandt, Marquardt, Continental und Wittenstein – finanziert. Für jeden Teilnehmer zahlten die Unternehmen 2000 Lei.

Die Resonanz der Kursanten auf den Lehrgang sei sehr gut gewesen, konstatiert Prohaszka. Die Abschlussprüfung legten die Schüler schriftlich, mündlich und praktisch ab. Alle 15 Teilnehmer absolvierten den Kurs bis zum Schluss. Nicolae Popa von der Firma Brandl erhielt als bester Absolvent eine Geldprämie über 500 Euro, die von seinem Arbeitgeber und dem DWS gestiftet wurde. Der Kurs bot ihrer Firma die Möglichkeit, Angestellte genau auf die firmeninternen Bedürfnisse auszubilden, erklärte Carmen Suciu, Personalchefin beim Maschinenbauer Brandl. Die bisher ungelernten Arbeiter werden künftig als Facharbeiter eingestuft.

Der DWS- Geschäftsführer kündigte für den Herbst das zweite Modul des Ausbildungskurses an. Die bisher erlernten Kenntnisse sollen vertieft und ausgebaut werden. Außerdem biete der DWS auch wieder einen Anfängerkurs. Ziel ist ein dreijähriger Ausbildungsplan mit den Spezialisierungen Dreher, Mechatroniker, Elektriker und Elektromechaniker.

Quelle: Allgemeine Deutsche Zeitung ADZ, vom 02.06.2011, Holger Wermke

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