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DWS-Weinfest 2015

24. September 2015

Hermannstädter Zeitung Nr. 2449 / 25. September 2015:

„Was ist ein Pinot Grigio?"

Sechstes DWS-Weinfest im Apfelhaus bei Michelsberg gefeiert

„Ein Pinot Grigio, ist das ein Weisswein oder ein Rotwein?", fragte Judith Urban, Konsulin der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt und Ehrenvorsitzende des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen (DWS). Die sechs in Tracht angezogenen Mädchen, die für den Titel der Weinkönigin 2015 kandidierten, sahen einander etwas unbeholfen an. „Ein Weisswein", kam endlich Hilfe aus dem Publikum. Vergangenen Sonntag fand nämlich das sechste Weinfest des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen DWS im Apfelhaus in Michelsberg statt und wer den Wein und alte deutsche Schlager sowie Spezialitäten vom Grill lieb hat, war hier richtig. Verkosten konnten die Anwesenden dieses Jahr bekannte Weine von Jidvei, Cotnari, aber auch Weine von Gitana Winery aus der Republik Moldova und viele andere mehr.

Für die Kinder, aber auch für interessierte Erwachsene gab es diesmal was Besonderes. Die bekannte Kinderbuchautorin Karin Gündisch las drinnen vor, wobei als erstes das Buch „Geschichten über Astrid" an die Reihe kam, in dem sie sich eigentlich an ihre eigene Kindheit, ihre Schulzeit und ihr Leben in Heltau erinnert. Die Geschichte „Ein Aufsatz über den Herbst" passte gut zum Zeitpunkt, denn die Schule hat ja seit kurzem angefangen. Ob sich die Kinder darüber freuten? Die Geschichten über Astrid anzuhören machte aber trotzdem bestimmt Spaß.

Ohne traditionelle Tänze und dem Jubelruf der Tänzer hätte das Weinfest keinen Charme. Eingeladen war dieses Jahr die Tanzgruppe des Jugendforums in Hermannstadt, die nach Aufmarsch und verschiedenen Volkstänzen mit einer schwungvollen Sternpolka den Auftritt beendeten.

Begrüßt wurden die Anwesenden von Konsulin Judith Urban, die anschließend die Wahl der Weinkönigin, ein Höhepunkt des Weinfestes, moderierte. Obwohl sich angeblich die Jury schon die Köpfe darüber zerbrochen haben soll, die neue Weinkönigin zu küren, unterließ es Konsulin Judith Urban dennoch nicht, die Kenntnisse der Kandidatinnen im Bereich Wein und Stadt Hermannstadt zu testen. „Nennen sie drei bekannte Weingüter hier in Rumänien", lautete die erste Probe. Die hübschen jungen Frauen schauten einander ratlos an. „Wie heißt die rumänische First Lady mit Vornamen?" Wieder sahen sich die Mädels ratlos an. „Wie heißt Frau Johannis mit Vornamen?", half die Konsulin nach. „Selbstverständlich war die irreführende „Johanna", die aus dem Publikum zugeflüstert wurde falsch. „Carmen Johannis", kam die Antwort nach kurzem Zögern. Dass der Schutzheilige der Winzer der heilige Urban ist, haben aber bestimmt auch nicht viele der Anwesenden gewusst. Diana Ballasch überwand schließlich das Lampenfieber schneller und antwortete auf mehrere Fragen richtig. Dann durfte Teodora Govoreanu, die „alte" Weinkönigin aus dem vorigen Jahr, die neue Weinkönigin Diana Ballasch mit dem Blumenkranz krönen.

Obwohl sich die Sonne manchmal hinter den Wolken versteckte und sogar ein kurzer Regenschauer vom Himmel fiel, ließen sich die zahlreichen Teilnehmer nicht abschrecken. Nein, im Gegenteil. Eine Gruppe von deutschen Touristen zog es vor, den Besuch auf der Michelsberger Burg zu verschieben und beim Apfelhaus Zuflucht zu suchen. „Rumänien ist eine Reise Wert", sagte Karin Sauer, eine ältere Dame die zur Touristengruppe gehörte und sich das bunte Treiben ansah. Die in Trachten gekleideten Mädchen, die zuvor noch an der Königinnenwahl teilgenommen hatten, wurden nun auf Klängen deutscher Schlager gehörig zum Tanz aufgefordert.

Für gute Stimmung sorgten DJ Michael Kothen und DJ Dietrich Galter. Vorlieben leisteten die DJs auch gerne Folge. Anwältin Raluca Opri�™iu bestellte Tangomusik und dann wurde auch argentinischer Tango getanzt.

Eine Attraktion war auch in diesem Jahr die Schauwerkstatt der Wandergesellen.

„Da es Sommer ist, wurde der Rosé am meisten begehrt", sagte Cristian Călin vom Weinkeller Villa Vinèa aus Nickelsdorf/Mica. Bei Weinhändlerin Anca Mu�™oaie, die die moldauischen Weine von Gitana Winery anbot, soll dagegen ein Wein namens „Lupi", ein Gemisch aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Saperavi begehrt worden sein. Die aus der Republik Moldova stammenden Weine von Gitana Winery werden nämlich erst seit diesem Jahr auf dem rumänischen Markt angeboten.

Als Abwechslung gab es aber die Möglichkeit, auch Bier zu wählen. Die Mitarbeiter von Weingärtner Drinks boten Baisinger Biere an. In Neumarkt gibt es diese Biersorte bereits in Gaststätten. Ein Ziel ist es, das Bier auch in Hermannstadt einzuführen.

TEXT UND FOTOS: Werner FINK

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